DMSG-Selbsthilfegruppe
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Was kann man selbst tun?

Einige Möglichkeiten Symptome positiv zu beeinflussen

Organische Symptome:

  • einen Neurologen suchen dem man vertraut (die "Chemie" muss stimmen)
  • Medikamente verordnen lassen (vom Arzt oder Homöopathen)
  • Hilfsmittel verordnen lassen (z.B. Gehhilfen, Rollator, Rollstuhl, Griffe für Besteck Stützräder fürs Fahrrad...)
  • Beckenbodengymnastik (zur Stärkung der Beckenbodenmuskulatur)
  • Wassergymnastik (Gleichgewicht, lockert Spastiken)
  • Krankengymnastik (für die Beine und das Gleichgewicht)
  • Hippotherapie (Gleichgewicht )
  • Ergotherapie (für die Arme und die Feinmotorik der Hand)
  • Feldenkrais-Seminare ( Bewegung willkürlich beeinflussen)
  • SOWI-Therapie (Zusammenspiel von Körper und Geist)
  • Ernährung umstellen (verschiedene Diäten)
  • Logopädie (Sprache)
  • Fußreflexzonenmassage (Stimulierung oder Entspannung verschiedener Körperfunktionen z.B. bei Harninkontinenz)

Psyche - Symptome

  • Psychotherapie (Depressionen, Verlust des Selbstwertgefühls)
  • Lichttherapie (Depressionen, Schlafstörungen)
  • Autogenes Training (Entspannung)
  • TaiChi oder QiGong (Entspannung)
  • Atemtherapie (Entspannung)
  • Yoga (Entspannung)
  • ...

Tips zur persönlichen Bewältigung

Phase 1 - Schock: Nach einiger Zeit der Verarbeitung der Diagnose, werden Sie sich Fragen stellen, auf die Sie Antworten finden möchten. Führen Sie vertrauensvolle Gespräche mit ihrem Arzt, Partner, Freunden. Schließen Sie sich einer Selbsthilfegruppe an. Fragen Sie wann immer Sie sich bereit fühlen, sich damit auseinander zu setzen.

Phase 2 - Verleugnung: Falsch ist sich mit möglichst viel Arbeit einzudecken, um sich zu beweisen, dass man nicht krank ist. Diese Verleugnung ist ein Schutzmechanismus, der Ihnen hilft, diese Situation zu bewältigen. Sie ist notwendig und dauert verschieden lange. Sie müssen da durch. Hinderlich wird es, wenn Sie den Weg da heraus nicht schaffen.

Phase 3 - Verhandeln: Suchen Sie sich jemanden mit dem Sie über Ihre Schuldgefühle reden können, um sich davon zu entlasten. Machen Sie sich klar, dass noch niemand genau weiß, warum und wodurch MS ausgelöst wird - aber ganz sicher nicht, weil in Ihrem Leben Dinge geschehen sind, die Sie bedauern.

Phase 4 - Depression: Suizidgedanken sind im gewissen Rahmen fast normal, aber wenn Sie diese Gedanken ausarbeiten und das wie und wo suchen, sollten Sie sich einem Arzt oder Therapeuten anvertrauen. Lassen Sie in dieser Phase Hilfe zu!!!! 

Phase 5 - Akzeptanz: Schön, dass Sie es durch Phase 4 geschafft haben. Sie können stolz auf sich sein. Jetzt wird es Zeit sich mit der Tatsache abzufinden diese Krankheit zu haben. Wenn Sie mit der MS leben, wird Ihr Leben auf eine andere Art wieder lebenswert. Wenn Sie die MS nicht akzeptieren, werden Sie sich selbst im Weg sein. Vergangenes zu beweinen bringt Ihnen in der Gegenwart nichts ("früher konnte ich noch Fahrrad fahren und jetzt....").

Durch die Umwelt hervorgerufene Symptome

Es ist wichtig die MS zu akzeptieren und zu seinen krankheitsbedingten Problemen zu stehen. Wenn Sie sich dafür nicht schämen krank zu sein, können Sie aus Ihrem selbstgebauten Gefängnis entfliehen. Nichts ist schöner als die Freiheit.

Ein verlorenes Selbstwertgefühl kann durch Psychotherapie wieder hergestellt werden. Man braucht ein dickes Fell um den Ungerechtigkeiten und Verständnislosigkeiten der "Gesunden Welt" stand zu halten. Treten Sie selbstbewusst auf!

Das Umfeld kann verschiedene Verhaltesweisen von MS Betroffenen nicht verstehen. Deshalb fallen häufig dumme, oft unpassende Bemerkungen. Überlegen Sie, ob Ihnen der Mensch und diese Meinung wichtig sind. Wenn nicht, ignorieren Sie die Angelegenheit.