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Mutter, 39 Jahre (MS-Betroffene)

 Mutter, 39

...wusste vor den Schwangerschaften von ihrer Krankheit. "Die erste Schwangerschaft war nicht geplant, wurde aber auch nicht verhütet. Ich brauchte schon eine Weile um das ganze zu realisieren und hatte auch Angst davor, weil ich wenig Positives zu hören bekam."
Sie hat nach ihrer Tochter auch noch einen Sohn bekommen.

Wie war die Meinung der Ärzte dazu?
"Ich holte keine Meinung mehr ein, weil alle mir Angst machten. "

Wie reagierte die Umwelt (Ehepartner, Familie, Verwandtschaft, Freunde) auf dich?
"Freuten sich alle darauf und unterstützten mich mit allen Kräften!" Eine Cousine von ihr hat auch MS.

Würdest du dir trotz MS noch ein Kind wünschen? "
Ja, auf jeden Fall, wenn ich die Unterstützung hätte, die ich jetzt habe."

Tipps für andere werdende Eltern:

  • Lasst euch auf jeden Fall nicht Bange machen von irgendwelchen Ärzten, die selber nicht erkrankt sind.
  • Vertraut auf euer Gefühl und nutzt alle Möglichkeiten der Geburtsvorbereitung, da man hier auch lernt, auf sich selber zu vertrauen. Dies ist eine Gelegenheit, den eigenen  Körper anders zu erfahren und sich selbst kennen zu lernen, die man so nie mehr im Alltag hat.
  • Geht zu einer Hebammenpraxis oder zu freiberuflichen Hebammen, hier erfahrt ihr Unterstützung und glaubt den Ärzten nicht alles. Hört in euch selbst hinein.
  • Nehmt jegliche Form der Unterstützung und Hilfe an. Sucht zusätzlich im Vorfeld der Entbindung, für die erste Zeit mit dem kleinen Baby, Unterstützung und Hilfe bei Verwandten, Eltern, Nachbarn, Freunden... z.B. Einkaufen gehen, Essen kochen, Baby spazieren fahren, so dass man sich mal hinlegen  kann und regelmäßig gesund isst,

Dies klingt banal, aber man ist sehr im Versuchung, seine eigenen Bedürfnisse zu vergessen, weil man 24 Stunden lang nur für das kleine Bündel da ist. Jedoch: Nur eine Mutter die gute Nerven hat, immer man wieder ausruhen darf, Zufrieden ist, gut ernährt ist (Muttermilch ist ein Spiegel der eigenen Ernährung!) und vor allem Ruhe
ausstrahlt, kann auch das Kind beruhigen!! Nervosität überträgt sich sofort auf das Kind und ist der Gesundheit auch nicht gerade förderlich. Eine gute Portion Egoismus schadet dem Kind nicht (Wenn man Babys Bedürfnisse auch berücksichtigt). Auch vom Ehemann muss man die Hilfe einfordern, z.B. in der Nacht aufstehen um zu wickeln, für Essen sorgen.... Ganz selbstständig tun es die wenigste.

Wie ging es dir während der Schwangerschaft?
"Bei der ersten super! Bei der zweiten hatte ich viel Kreuzschmerzen und Probleme mit Infektionen, auch Entzündungen"

Wie ging es dir nach der Schwangerschaft ?
"1.: War gestresst, hatte noch nicht gelernt, Hilfe anzunehmen. Hatte epileptische Anfälle und fühlte mich allein gelassen. 2.:Hatte mehr Ruhe und Hilfe, auch von meinem Mann.  Gesundheitlich alles o.k"