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Wir brechen mit unseren persönlichen Erlebnissen aus!

Anna (55 Jahre)

Krankheitsgeschichte:

Ich habe seit 1984 MS. Die ersten Symptome (Sehnerventzündung, Harninkontinenz, Gangunsicherheit) traten schubweise auf. Dann ging die Erkrankung in eine chronische Form über. Die Harninkontinenz ist geblieben. Dazu kommen häufiger Spastiken im rechten Bein, meine Hände sind kribbelig, die Feinmotorik meiner Finger ist eingeschränkt und Fatigue (Müdigkeit, Schwäche, Schlappheit).

Mein Zustand verschlechtert sich kontinuierlich weiter. Die Fortbewegung ist nur noch mit einem Gehwagen oder einem Rollstuhl möglich.

Persönliches:

Ich habe1984 erstmals MS als Verdachtsdiagnose gehört. Von den Ärzten wurde ich nicht aufgeklärt. Vieles wusste ich nicht und vieles war mir unklar. Es gab deshalb auch Probleme mit meinem damaligen Partner.

1992 wurde die Diagnose gesichert und  ich wurde auch über die Krankheit informiert. Nun hatte "das Kind" endlich einen Namen. Im Beruf (Krankenhaus) hatte ich keinerlei Probleme. Alle zeigten Verständnis und boten Hilfe an. 1994 wurde ich berentet und 1995 zog ich wegen des hervorragenden Klimas für MS-Betroffene nach Teneriffa. Auch hier waren alle freundlich und hilfsbereit zu mir. Die Symptome schritten fort. Wegen meiner Harninkontinenz war ich unsicher im Umgang mit anderen Menschen. Ich wollte nicht, dass man es merkt. Mein Schriftbild verschlechterte sich wegen der Koordinationsschwäche und die Schwäche an Armen und Beinen nahm zu. 2001 entschloss ich mich wieder nach Deutschland in ein betreutes Wohnen zu ziehen. Ich falle öfters, weil mein Bein "wegknickt" und benehme mich manchmal etwas ungeschickt. Denke immer, die Leute meinen ich sei betrunken weil sie mich so komisch ansehen. Ich habe Hemmungen immer bemuttert zu werden, deshalb hat sich mein Freundes- und Bekanntenkreis verkleinert.

Ich achte auf keine Diät. Mein Motto ist: "Gut leben so lange es noch geht und was dann kommt ist ungewiss und wird sich zeigen".

Mein Tipp für andere:

  • Positiv und offen auf andere zugehen
  • Nicht immer und überall über die Krankheit jammern, sondern warten bis man gefragt wird und dann objektiv davon berichten
  • Man soll zu der MS stehen und sie nicht vertuschen.- Versuchen normal und selbständig zu bleiben
  • Lernen auch Hilfe annehmen zu können